Alexander Fufaev
Ich heiße Alexander FufaeV und hier schreibe ich über:

8. November 2023: Leben mit zwei T-Shirts aus Merinowolle

8. November 2023. Als ich heute Morgen um 8 Uhr aufgewacht bin und meine Achselhöhlen gerochen habe, dachte ich, sie würden etwas riechen. Aber das war nicht der Fall. Sie rochen überraschend gut. Das könnte an mehreren Faktoren liegen, zum Beispiel daran, dass ich in letzter Zeit viel weniger gegessen habe. Aber ich glaube, der wichtigste Faktor ist, dass ich ohne Oberteil schlafe. Ich hätte nie gedacht, dass das Schlafen ohne T-Shirt, in dem es mir nachts nicht warm wird, einen so großen Einfluss hat.

Leider habe ich festgestellt, dass meine Kopfhaut juckt und ich wieder fettige Schuppen und fettige Haare habe. Ich dachte, ich hätte das Seborrhoische Ekzem besiegt, aber leider sind die Schuppen wieder da. Ich vermute, dass es entweder an der Erdnussbutter liegt, die ich abends löffelweise in mich hineingefressen habe, oder an dem ganzen Gebäck, wie Quarkkuchen und Bienenstichplunder, oder am Leitungswasser in der Bibliothek, wo über dem Waschbecken ein Aufkleber mit der Aufschrift »Handwaschbecken« hängt. Wenn es das Wasser gewesen wäre, hätte ich den Ausschlag wahrscheinlich regelmäßiger bekommen, weil ich an diesen Waschbecken immer mein Wasser auffülle. Es war also eher unwahrscheinlich, dass es das Leitungswasser war.

Als ich nach dem Morgenkaffee bei HanoMacke im vierten Stock saß, rief mich jemand an. Voller Freude ging ich ins Treppenhaus, um die Person zurückzurufen. Ich freute mich, weil ich dachte, es sei Sophie. Aber es war nur eine Mitarbeiterin des Augenlaserzentrums, die ein paar Daten von mir wissen wollte und den Termin um zwei Tage vorverlegte.

Obwohl ich es schade fand, dass es nicht Sophie war, freute ich mich über etwas anderes, als ich auf mein Tastenhandy schaute. Die Batterieanzeige zeigte immer noch alle Balken. Man denkt, dass es eine Kleinigkeit ist, das Handy jeden Tag aufzuladen, aber diese eine tägliche Sorge weniger im Leben erhöht die Lebensqualität enorm.

Das Schöne ist auch, dass die Uhrzeit auf diesem Handy nicht über das Internet aktualisiert werden kann, weil es kein Internet auf dem Handy gibt und wenn man das Handy nachts ausschaltet, was ich mache, dann bleibt die Uhrzeit stehen. Ich kann also das Handy nicht mehr benutzen, um die Uhrzeit zu überprüfen, also habe ich sie auf dem Display komplett ausgeblendet. So kann ich nicht mehr kurz auf die Uhr auf dem Handy schauen, um zu sehen, wie lange ich noch auf den Bus warten muss. Weniger Uhrzeitanzeigen, weniger Stress.

Auch der Verzicht auf das Smartphone im Alltag bringt so viel Qualität in mein Leben. Ich bin weniger abgelenkt und kann mich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Der Umstieg auf ein Tastenhandy war eine der besten Entscheidungen, die ich in letzter Zeit getroffen habe.

Gegen 13 Uhr kam die Sonne aus den Wolken und ich machte eine Pause. Ich kaufte mir im Lidl einen Croissant, Bienenstich-Plunder und ein Laugenbrötchen, holte mir in der HanoMacke einen Kaffee und setzte mich in die Sonne, um Vitamin D zu tanken. Als sich die Sonne wieder hinter den Wolken versteckte, schaute ich mich um. Dabei fiel mir wieder die brünette Studentin auf, die ich schon vor längerer Zeit in einer geblümten Jacke gesehen hatte und die mir ein Kribbeln im Bauch verursachte. Meine Güte, diesmal trug sie heiße, bräunliche, helle Leggings und schien auf jemanden zu warten. Nein, in diesem schwanzgesteuerten Zustand werde ich sie nicht ansprechen, dachte ich. Zum Glück kam die Sonne wieder heraus. Ich setzte meine Brille ab und wandte mein Gesicht der Sonne zu.

Bis 16 Uhr schrieb ich an meiner Lebensgeschichte und als ich aufstand, um nach Hause zu fahren, traute ich meinen Augen nicht: Das Mädchen, das rechts neben mir saß, kannte ich! Es war die Cappy-Studentin ohne Cappy!

Als ich zu Hause meine Erdnussbutter aufgegessen hatte, dachte ich: Wann schreibt mir Anna wieder?

Ich startete WhatsApp auf meinem Laptop und was für ein Wunder. Zwei Wochen vergingen und endlich antwortete sie mir: »Gestern ist endlich der WLAN-Router angekommen *psst smiley* Jetzt muss ich ihn nur noch einrichten«.

Ich freute mich ein bisschen. Sie schien doch noch Interesse an mir zu haben. Vielleicht war sie meine «große Liebe» und Gott hatte die ganze Zeit alle anderen, die ich angesprochen hatte, von mir weggeschickt, weil ich Anna schon gefunden hatte?

Um 20 Uhr fuhr ich nach Borsum und war um 21 Uhr dort. Julien hat mich abgeholt. Ich habe noch Nudeln mit veganem Hack und Tiefkühlgemüse gegessen. Dann gab es noch einen milden Joghurt mit Marmelade und einen Teelöffel Aprikosenmarmelade. Danach haben wir noch ein bisschen ferngesehen und ich habe mein Bett fertig gemacht.

Heute habe ich auch eines meiner Merino-T-Shirts mit nach Borsum gebracht. Mit zwei Merinoshirts komme ich eigentlich ganz gut klar, genauso wie mit Socken und Unterwäsche.


Mikroveränderung: Anzahl der T-Shirts von 3 auf 2 reduziert.