Alexander Fufaev
Ich heiße Alexander FufaeV und hier schreibe ich über:

28. September 2023: Die letzte Karatestunde und Betthärte-Upgrade

28. September 2023. In dieser Nacht habe ich bei offenem Fenster geschlafen. Ich bin oft aufgewacht und konnte kaum einschlafen, weil die Geräuschkulisse der Stadt deutlich zu hören war. Ab und zu fuhr ein Krankenwagen mit Sirene vorbei und weckte mich auf. Meine Schultern und mein Nacken, die aus der Bettdecke ragten, waren kalt. Gegen vier Uhr habe ich das Fenster wieder geschlossen.

Um 10.30 Uhr saß ich vor der HanoMacke, trank meinen Kaffee und las das Buch »Wie man das Eis bricht«. Beim Lesen habe ich gelernt, dass man mit dem Lächeln warten soll. Beim Blickkontakt mit Frauen sollen unsere Augen richtig aneinander kleben und der Blick soll nur schwer (und langsam) abwendbar sein. Bei Männern sollte ich etwas weniger an ihren Augen kleben.

Ein Hochschulabsolvent im Anzug kommt auf mich zu und fragt, ob ich ein Foto machen darf. Ich willige ein und folge ihm auf die Wiese. Er gibt mir sein Handy, ich stelle mich vor eine Gruppe von mindestens zwei Dutzend Menschen, die ebenfalls alle gut gekleidet sind. Ich mache das erste Foto. Dann gehe ich ein Stück nach links, knie mich hin wie ein professioneller Fotograf und mache mehrere Fotos. Dann nach rechts. Die Gruppe beginnt zu lachen.

Auf dem Weg zum Karate, als ich durch den E-Damm schlendere, rast ein Typ auf einem Skateboard an mir vorbei. Ich denke mir: Ist das nicht eine minimalistischere Alternative zum Fahrrad und schneller als zu Fuß? Ich kann das Skateboard sogar im Bus oder Zug mitnehmen, ohne dafür extra bezahlen zu müssen. Vielleicht wäre so ein Skateboard oder sogar ein Penny Board etwas für mich? Es würde mein Fahrrad ersetzen und ich würde gleichzeitig eine neue, minimalistische Art der Fortbewegung erlernen..

Bei der letzten Karatestunde heute an der Uni sehe ich Jule zum letzten Mal. Ich weiß nicht, ob ich sie jemals wiedersehen werde.

Zu Hause klingele ich oben bei den Nachbarn. Sie haben das Paket schon abgegeben. Ich packe meinen neuen Matratzentopper aus, die nur 3.5 cm dick ist und lasse sie erst einmal 2 Stunden liegen, um den Chemiegeruch loszuwerden. Das wird mein neues Bett.

Nachdem meine Haare nach dem Waschen getrocknet sind, lege ich mich auf das neue Bett. Es fühlt sich sehr bequem an, obwohl es etwas härter ist. Es scheint keinen großen Unterschied zu machen, ob ich auf 8 oder 3.5 Zentimetern liege.

Während ich liege und mich langweile, spiele ich mit dem Gedanken, ohne Kühlschrank zu leben. Ich suche nach Erfahrungsberichten von Menschen, die bereits ohne Kühlschrank leben. Es scheint kein großes Problem zu sein, verglichen mit dem Leben ohne Herd. Man muss nur seine Essgewohnheiten etwas umstellen.


Lebensupgrade: Ich habe meine 8 cm dicke Schaumstoffmatratze, auf der ich schlafe, durch eine 3.5 cm dicke, kompakte Schaumstoffmatratze ersetzt. Dadurch ist mein Bett jetzt etwas härter, aber die Körpermassage ist intensiver, und ich kann besser etwas gegen die Abnahme der Knochendichte im Alter tun.