Alexander Fufaev
Ich heiße Alexander FufaeV und hier schreibe ich über:

25. Oktober 2023: Begegnung mit Robert, neue schwarze Wintermütze und weniger Sockenpaare

25. Oktober 2023. Ich bin heute gegen 8.30 Uhr aufgewacht. Meine Zunge war heute auch ganz leicht weiß. Vanessa war noch da und hat ihr Müsli gefrühstückt.

Um 9 Uhr bin ich dann zur Post nebenan gegangen, um mich für die Prepaid-Karte auszuweisen. Vor mir standen drei Leute in der Schlange und direkt vor mir stand eine junge Frau, ganz in schwarz gekleidet, die sich darüber aufregte, dass die Mitarbeiterin, die um 9 Uhr die Filiale öffnen sollte, noch nicht da war. Sie hat versucht, mich in ein lästerndes Gespräch zu verwickeln, aber ich habe nur geantwortet: »Vielleicht ist was dazwischen gekommen«.

»Nein, sie ist immer zu spät.«

Ich schwieg, denn ich habe gelernt, nicht schlecht über andere zu reden oder zu lästern.

Nachdem ich meine Identität bestätigt hatte, ging ich zum Bus und traf dort Vanessa, die ebenfalls mit dem Bus zu einem Workshop fuhr. Wir unterhielten uns über Human Design und sie fragte mich, was für ein Typ ich sei. Ich antwortete, dass ich wahrscheinlich ein Projektor sei, aber was das bedeutete, war mir noch nicht klar.

An der Christuskirche stieg ich aus, Vanessa fuhr weiter. Nachdem ich mich im 4. Stock der Bibliothek eingerichtet hatte, ging ich noch in die HanoMacke, um einen Kaffee zu trinken.

Draußen war es ziemlich kalt, aber die Sonnenstrahlen wärmten mein Gesicht. Ich stand an einem sonnigen Platz und sonnte mein Gesicht. Als ich fertig war, drehte ich mich um. Hinter mir stand eine telefonierende Studentin auf und ging weg. Sie hatte ihre Handschuhe vergessen. Ruhig nahm ich ihre Handschuhe, beschleunigte meine Schritte, um sie einzuholen, und reichte sie ihr. Sie bedankte sich mit einem Lächeln, als hätte sie die Handschuhe absichtlich dort liegen lassen.

Als ich in den vierten Stock kam, saß Annika, die Sonderpädagogin, direkt hinter meinem Tisch. Ich schaute sie an, als ich zu meinem Platz ging, bis sie mich entdeckte. Sie sah mich an und lächelte. Sie nahm ihre Kopfhörer ab, als Zeichen, dass ich auf sie zugehen konnte.

»Hey, was machst du denn hier?« fragte sie mich.

»Ach, ich chille hier immer und schreibe an meinem Buch.«

»Und du?«

»Ich hole die Vorlesung in Sonderpädagogik nach. Ist ein bisschen langweilig, aber was soll's...«

»Dann wünsche ich dir viel Erfolg. Schlaf nicht ein.«

»Ja, ich versuche es. Danke«, sagte sie und lächelte mich an. Dann setzte ich mich an meinen Tisch.

Ich war gegen 11.30 Uhr in der Mensa und habe den Kartoffelauflauf mit Brokkoli und Möhren gegessen, den ich gestern aus Borsum mitgenommen hatte. Als ich zurück in den vierten Stock kam, war Annika noch da. Aber sie ging kurz vor 12 und verabschiedete sich im Vorbeigehen mit einem Lächeln. Vielleicht hatte sie um 12 eine Vorlesung.

Gegen 14:20 bin ich dann in die HanoMacke gegangen, um mir einen Kaffee zu gönnen und dort weiter zu arbeiten. Wer weiß, vielleicht treffe ich heute noch interessante Leute.

Robert, den ich aus dem Physikgrundstudium kannte, habe ich in der HanoMacke kennengelernt. Er ist zur Zeit im Referendariat und kommt gerne hierher in die Bibliothek. Er hat seine Freundin geheiratet. Wir tranken zusammen nen Kaffee. Als er sich dann verabschiedet hatte von mir, kam gerade Annika aus der HanoMacke heraus und winkte mir zu.

Zu Hause stellte ich fest, dass ich bisher eigentlich nur zwei Paar Zehensocken und ein Paar normale Socken gebraucht hatte. Das dritte Paar Zehensocken lag die ganze Zeit nur herum. Also habe ich dieses Sockenpaar aussortiert und erst einmal mit nach Borsum genommen.

Heute war Linas Freundin Mituscha zu Besuch. Und Vanessa hat gesagt, dass sie auszieht.

Mir ist aufgefallen, dass ich nicht so gut zuhören kann, wenn zwei Leute etwas sagen und die anderen zwei Leute auch etwas sagen. Ich überhöre viel und frage nicht, ob die Person es wiederholen kann, weil ich es akustisch nicht verstanden habe. Stattdessen sage ich zustimmend »Mmm«. Das ist eine schlechte Angewohnheit, die ich mir abgewöhnen sollte.

Ich habe mir noch einmal genau überlegt, was ich in Sachen Minimalismus noch verbessern könnte. Ich habe mir meinen Kleiderschrank genau angesehen. Unter der Annahme, dass ich immer eine Unterhose und ein T-Shirt trage, könnte ich zwei weitere Kleiderbügel loswerden. Das tat ich dann auch. Dann habe ich mir noch eine gute schwarze Wintermütze bestellt. Diese wird meine jetzige kratzige blaue Wintermütze ersetzen.

Heute probiere ich mal wieder aus, auf der Yoga-Matte zu schlafen.


Mikroveränderungen:
  1. Sockenpaare von 4 auf 3 reduziert.
  2. Kleiderbügelanzahl von 10 auf 8 reduziert.