Alexander Fufaev
Ich heiße Alexander FufaeV und hier schreibe ich über:

22. September 2023: Datingapps tun mir nicht gut

22. September 2023. Ich habe immer noch Schleim im Hals, aber keine Halsschmerzen mehr. Es ist 11.33 Uhr und ich sitze im 4. Stock der Bibliothek und arbeite am Backend meiner Website. Heute kommt meine Teleskopgarderobe mit der Post. Sie ist komplett ohne Einlegeböden.

Nachdem ich die Bibliothek verlassen hatte, baute ich sie auf und konnte durch ihre Konstruktion (Socken können an den Schrauben aufgehängt werden) die Anzahl der Kleiderbügel von 13 auf 10 reduzieren. Während ich sie aufbaute, kam ein Mann von eBay Kleinanzeigen vorbei und nahm meine alte Kleiderstange mit Regalen mit. Die neue Kleiderstange ist in der Breite und Höhe flexibel, da sie teleskopisch ist. Man muss nicht messen, ob die Kleiderstange in die Ecke passt, und man braucht kein Werkzeug, um sie zu demontieren. Als ich mir danach mein Zimmer ansah, dachte ich: Jetzt bin ich wirklich in der Lage, ohne fremde Hilfe (vor allem ohne Auto) umzuziehen!

Als ich »kurz« in die Dating-App schaute, überkam mich ein Gefühl der Frustration, weil ich keine Matches hatte. Ich legte mich hin und starrte an die Decke: Wie erfolgreich war ich bisher mit dieser Dating-App, die mich jetzt so frustriert? Bisher habe ich nur eine Frau über diese App kennengelernt und mit ihr intimen Kontakt gehabt - nämlich Katharina. Lohnt sich die Zeit und der Frust wirklich, diese App zu benutzen? Ist es nicht besser, Frauen einfach auf der Straße anzusprechen und ihnen nicht die Wahl zu überlassen, sich den attraktivsten Mann aus der Dating-App auszusuchen?

Ich habe auch das Gefühl, dass viele Frauen auf dieser Dating-App nicht wirklich an echten Kontakten interessiert sind, sondern diese Apps nutzen, um sich abzulenken - eine Abwechslung zur üblichen Ablenkung durch Instagram, TikTok und Co.

Andere Frauen hingegen (ich denke an Nicole) scheinen sich nur anzumelden, um das Gefühl der Einsamkeit, des Mangels und des Selbstwertes zu kompensieren. Sie suchen die Bestätigung, dass jemand sie mag. An echtem Kontakt sind sie nicht wirklich interessiert, weil es ihnen schnell »zu viel« wird. Diese Frauen sind vielleicht offen für ein bisschen Chatten und vielleicht auch für ein Date, aber nicht ernsthaft an einer Beziehung interessiert.

Die Ansprüche der Frauen bei solchen Dating-Apps sind auch viel zu hoch. Meistens bekomme ich Matches mit Frauen, die ich auf der Straße nicht ansprechen würde, aber aus Verzweiflung, aus Angst, sonst keine Frau zu bekommen, schreibe ich trotzdem mit ihnen. Und das Schlimmste an meinem Verhalten ist: Jedes Mal, wenn ich ein Match habe, steigere ich mich beim Schreiben zu sehr hinein und verliebe mich in eine Illusion, die nie wahr wird. Was habe ich dann gemacht, nachdem die Frau unser Match aufgelöst hat? Egal ob in der Straßenbahn, auf der Toilette, in der Bibliothek oder in der Mensa, ich habe einfach weitergeswiped, als wäre ich ein besessener Zombie. Ich habe keine Standards gesetzt, Hauptsache, ich bekomme Matches, um einen kurzen Dopaminkick zu bekommen und dann wieder in die gleiche Illusion eines vielversprechenden Dates zu verfallen. Warum mache ich das alles? Bin ich dumm? Als durchschnittlicher Typ habe ich in solchen Dating-Apps sowieso nichts verloren! Ich sollte lieber rausgehen und Frauen im echten Leben ansprechen, so wie ich es damals mit Andre gemacht habe.

Die Gedanken an Dating-Apps und mein Verhalten dort haben mich dazu gebracht, meinen Life Time Premium Account zu löschen und die Dating-App zu deinstallieren.

Statt der Dating-App habe ich mich dann mit YouTube-Videos abgelenkt. Ich habe mir eine Diskussion über Krebs und Möglichkeiten, das Krebsrisiko zu senken, angesehen. Dabei kam mir ein interessanter Gedanke: Die Medizin wird immer besser. Wenn die Medizin besser wird, kann sie Menschen heilen, die an Krebs erkrankt sind. Diese Menschen, die eigentlich zum Tode verurteilt sind, werden sich dank der modernen Medizin vermehren und so die Krebsgene weitergeben. Mein Fazit: Wenn die Medizin besser wird, wird es mehr kranke Menschen geben.

Da ich gestern gelernt habe, dass man sich vor dem Schlafengehen möglichst keinem hellen Licht aussetzen soll, habe ich das heute beim Toilettengang gemacht. Ich dachte mir: Wenn ich kein Licht anmache und im Dunkeln auf die Toilette gehe oder meine Wasserflasche auffülle, trainiere ich gleichzeitig mein Sehen im Dunkeln und meine akustische Wahrnehmung. Ich muss genau hinhören, ob ich daneben pinkle oder nicht und ob die Flasche voll ist oder nicht. Dabei kann ich auch mein peripheres Sehen trainieren, denn die Stäbchen (100 Millionen), die auf Licht reagieren, sind seitlich konzentriert und nicht in der Mitte des Auges. So sehe ich im Dunkeln peripher besser.


Lebensupgrades:
  1. Kleiderbügel von 13 auf 10 reduziert.
  2. Die alte Kleiderstange mit Einlegeböden wurde entfernt und durch eine teleskopische Kleiderstange ersetzt, die ohne Werkzeug auf- und abgebaut werden kann und wesentlich leichter ist.