Alexander Fufaev
Ich heiße Alexander FufaeV und hier schreibe ich über:

19. Juni 2024: Yogamatte gegen Isomatte ausgetauscht. Ausruhen. Manie mit Traurigkeit reduzieren

19. Juni 2024. Gegen 4 Uhr morgens klingelte mein Handy. Meine Mutter rief an und wollte, dass ich zurückkomme. Ich sagte okay und wechselte direkt in das andere Bett, um mehr Platz zum Schlafen zu haben.

Ich wurde von Stephanie aufgeweckt. Oh Scheiße, dachte ich, sie ist wieder in der Manie.

Sie redete viel und sprang von einem Vorhaben zum nächsten, was schnell anstrengend für mich wurde. Ich sagte ihr, dass ich nach Hause müsse.

In weißen Einweglatschen aus dem Hotel und einem Blumenkleid, trotz der kühlen Außentemperatur, fuhr sie mit mir zum Hannover Bahnhof. Mit der S4 fuhren wir dann weiter nach Hildesheim.

"Du warst gestern so normal. Das hat mir gefallen.", sagte ich leicht enttäuscht, während der Zugfahrt.

"Normal, aber langweilig", antwortete sie.

Da hat sie. Verdammt recht. Wenn man viel Energie hat, kann man mit Stefanie richtig viel Spaß haben und insbesondere Dinge tun, die von der Gesellschaft nicht akzeptiert oder ungehörig sind.

Beim Aussteigen wollte sie mich noch mit einer Gruppe von Omas verkuppeln. "Sie wären doch was für dich.“, sagte sie und sprach die Omas an. Ich schüttelte nur den Kopf und ging weiter zum Ausgang.

Sie holte mich ein. Die Omas hinter uns am Lachen. Wir verabschiedeten uns bei Rossmann und ich fuhr mit dem Bus nach Borsum.

Zu Hause war meine Isomatte angekommen und ich hatte wieder einen Neurodermitis-Schub im Gesicht. Isomatte statt Yogamatte

Meine Mutter sagte, ich solle duschen und mich nicht so auf das Sofa legen. Sie wollte wissen, wo wir übernachtet hatten und was wir getan haben. Ich sagte nur, dass wir im Hotel waren. Es folgten Streit, Versöhnung, Streit, Versöhnung mit meiner Mutter. Das war sehr anstrengend, fast so anstrengend wie mit Stefanie in ihrer Manie.

Um 16:30 Uhr rief Stefanie an. Sie wollte mich kurz in Borsum besuchen. Ich erklärte ihr, dass sie hier nicht erwünscht sei bei meiner Mutter. Sie akzeptierte es und blieb trotzdem fröhlich.

Um 17 Uhr fuhr ich nach Hildesheim zur zweiten Theoriestunde in der Fahrschule.

Was ich aus der Zeit mit Stefanie gelernt habe, ist: Party mit einer manischen Person zu machen ist eher kontraproduktiv. Das ist so, als würde ich einem Alkoholiker, der auf Entzug ist, mehr Alkohol geben, damit er sich besser fühlt – was langfristig nicht hilft, sondern schadet. Grenzen setzen und Konsequenzen aufzeigen, aber gleichzeitig für die Person da sein, habe ich gelernt, hilft mir und Stefanie am meisten.


Mikroveränderung: Yogamatte durch eine Isomatte ersetzt, die leichter und kompakter ist.