Alexander Fufaev
Ich heiße Alexander FufaeV und hier schreibe ich über:

13. Juni 2024: Stefanie nach Borsum eingeladen

13. Juni 2024. Gegen 7:30 Uhr klingelte Stefanie erneut. Zum Glück war ich schon wach.

Ich drückte auf den Aufmachknopf, aber niemand ging ins Haus rein. Also ging ich raus vor das Haus. Stefanie unterhielt sich mit einem großen Typen mit Sonnenbrille. Sie winkte mir zu, und ich ging rüber. Sie sprach mit Jan, dessen Fenster mit Eiern beworfen worden waren.

Danach konfrontierte ich Stefanie mit ihrem ständigen Sturmklingeln, ohne ihr Vorwürfe zu machen. Ich zeigte Verständnis für sie und fragte mich, warum die „fette Lara“ nicht aufmachen konnte. Stefanie war sehr gereizt und sagte, sie habe keinen Bock mehr darauf, sie habe Hunger und seit zwei Tagen nicht geschlafen. Ich gab ihr 20 Euro, aber sie wollte das Geld nicht annehmen, was im Widerspruch zu der Annahme stand, dass sie mich nur ausbeuten wollte.

Bevor ich wieder in die WG ging, sagte ich Stefanie, dass ich für sie da bin und sie nicht im Stich lasse. Ich schrieb mit einem Stift meine Nummer auf ihre Handfläche, damit sie die Nummer nicht wieder verliert, und sagte, dass sie mich jederzeit anrufen kann. Sie ging dann zu Jan rüber, der auf sie an der Haltestelle wartete.

In meinem Zimmer habe ich den ganzen Kram – Spielzeuge für die Kinder der Stefanies armen Freundin, Flyer und Bücher – in eine Tüte gepackt. Sie hat so viel Zeug irgendwo draußen angesammelt und bei mir zwischengelagert. Messizimmer

Ich habe all diese Sachen zu Stefanie rausgebracht. Sie hat sie dann im Abstellfach des Hauses abgelegt, das eigentlich für Müllcontainer vorgesehen war.

In der Küche der WG redete ich mit Thomas. Er zeigte Verständnis, warnte mich davor, dass bipolare Störung kein Zuckerschlecken ist.

Ich fuhr dann in die Innenstadt und fühlte mich komplett innerlich erschöpft mit einem Kloß im Hals, weil ich nicht wusste, wie ich Stefanie helfen könnte. Ich mag sie sehr gern. Nach einer Spazierrunde ging ich ins Espresso House, um dort auf den Zug nach Hildesheim zu warten. Im Zug heulte ich fast und schlief kurz ein. Ein Gespräch zu Hause mit meiner Mama half mir sehr, mich zu beruhigen.

Später rief Stefanie mich an. Sie sagte, dass sie lange nicht geschlafen hat und unterzuckert ist. Ich schlug ihr vor, nach Borsum zu kommen.

Schließlich beschloss ich, nicht in eine WG zu ziehen, sondern lieber eine 1-Zimmer-Wohnung zu suchen, und löschte meinen WG-Gesucht-Account. Ich rief auch die Rechtskanzlei an, die Stefanie betreut, und sie sagten, dass sie jederzeit dort vorbeikommen kann.

Ich betete für Stefanie am Fenster und beschäftigte mich mit Elektrokrampftherapie, die Stefanie wegen ihrer Angststörungen bekommen hatte. beten am Fenster für einen Menschen

Auf dem Balkon sitzend, kam Mama raus, um im Garten Johannisbeeren zu pflücken. Zwei tote Jungschwalben, die aus dem Nest gefallen waren, lagen im Garten. Ein schlechtes Omen?

Mama fuhr für drei Tage zu Julien, bis Sonntag, und ich blieb allein in Borsum. Ich saß auf dem Balkon und hatte das Gefühl, dass durch die wahre Liebe zu Stefanie, die sie scheinbar nie erfahren hat, ich sie vom Manisch-Sein befreien kann.

Ich machte einen Spaziergang barfuß, denn ich wusste, wie heilsam das ist. Ich dachte darüber nach, ob Bipolarität vielleicht keine Krankheit, sondern eine Persönlichkeit des Menschen ist, und sprach mit mir selbst und mit Gott. spazieren am Feld entlang in Borsum

Ich bat ihn, Stefanie zu helfen, denn sie ist ein liebenswerter Mensch, der sich für Tiere und Menschen einsetzt und es nicht verdient hat, im Leben missbraucht zu werden. Vielleicht bin ich ihr Retter? Vielleicht hat Gott mich auf diesen Weg gebracht, damit ich sie durch bedingungslose Liebe heilen kann? Ich mag sie sehr und spüre von Tag zu Tag immer mehr, wie meine Liebe zu ihr wächst, egal, was sie tut und wie sie tickt. Ich dachte auch an Comfort von der God's Church of Hanover und überlegte, ob wir mal gemeinsam zum Gottesdienst hingehen sollten. Am Ende des Spaziergangs fühlte ich mich deutlich besser, und auch ein Selbstgespräch ist erstaunlich befreiend.

Um 19 Uhr rief Stefanie mich erneut an. Andi hatte sie reingelassen und sie konnte dort etwas essen. Ihre Beine taten weh. Ich sagte ihr, dass sie zu mir kommen kann, da meine Mutter bei Julien ist und erlaubt hat, dass du herkommst. Ich sagte ihr auch, dass sie am besten kein Gepäck mitnehmen sollte. Ob das klappen würde, wusste ich nicht. Sie wollte ihre Sachen zu Jan bringen. Er, ein fremder Typ, erlaubte ihr, bei ihm in seiner Zwei-Zimmer-Wohnung zu übernachten.

Ich nahm noch rechtzeitig den letzten Bus nach Harsum und fuhr nach Hannover, um Stefanie abzuholen, falls sie sich meldet. Ich wollte nicht, dass sie schwarzfährt, da sie keine Fahrkarte hat.

Mama hatte angerufen und mir empfohlen, Bürgergeld zu beantragen und mich arbeitslos zu melden, da ich nur wenig verdiene und mir nur keine Ein-Zimmer-Wohnung leisten kann. Die Arbeitsagentur würde mir dann Vorschläge schicken.

Als ich in Hannover ankam, habe ich Stefanie nirgendwo gefunden. Ich bin zurückgefahren und dann von Harsum bis Borsum zu Fuß gegangen weg von Harsum bis Borsum

Als ich in Borsum ankomme, bekomme ich einen Anruf. Das war mein alter Schulkumpel Chris aus der Hauptschule, der in Borsum wohnt. Er sagte, ich sollte meiner Freundin abholen. Stefanie war bereits in Borsum. Sie war mit Chris und anderen Männern draußen am Biertrinken.

Als ich dort vorbeikomme, um Stefanie abzuholen, sitzt sie auf einer Bank neben einem etwa 40-jährigen Mann, der seine Hand über ihre Schultern gelegt hat. Ich habe Stefanie umarmt. Der Mann hat mir eine Zigarette spendiert und ein Bier angeboten, das ich ausnahmsweise angenommen habe, weil mich diese ganze Situation etwas gestresst hat.

Der Typ, der neben Stefanie saß, ist aufgestanden, sodass ich mich neben sie setzen konnte. Sie haben mich ausgefragt, woher wir uns kennen. Ich habe ihnen natürlich nicht gesagt, dass Stefanie eine bipolare Störung hat.

Die erwachsenen Männer waren recht überrascht, dass ich nicht auf meine Freundin aufgepasst habe und dass sie allein in der Nacht umherwandert und auf fremde Männer trifft. Ich sagte nur, dass sie eine eigenständige Frau ist, die selbst entscheiden kann, was sie macht oder nicht. Ich bin weder ihr Vater noch ihr Ehemann. sie konnten das nicht nachvollziehen.

Es wurde recht spät und wir wollten gehen. Die anderen Männer gingen weg, aber nur Martin blieb zurück und versuchte, Stephanie in sein Haus zu bringen. Mir war das egal. Ich sagte ihr, dass sie bei Martin bleiben könne, wenn sie wollte. Sie lehnte ab, sagte aber noch dazu, dass sie morgen vorbeikommen und bei Chris aufräumen würde.

Ich nahm Steffanies Hand und führte sie zu mir nach Hause. Sie legte sich auf das Sofa.

„Wollen wir nicht in ins Bett gehen?“, fragte ich sie.

Sie schnarcht bereits. Ich bedeckt sie und ging selbst auf dem freie Doppelbett meiner Mutter schlafen.